Amon Sul  
Schrift  

Aktuelles I Info I Shows I Work I Multimedia I Kontakt I Links I Gästebuch

Akita I Thai Ridgeback I Lundehund I Xoloitzcuintle I Kookie

 
 
 
 

 
 
Zuchtziele

Nicht zuletzt auf Grund meiner Begeisterung für seltene Rassen sollen meine Hündinnen auch zur Zucht eingesetzt werden, sofern sie dafür geeignet sind. Denn es herrscht ein großer Handlungsbedarf: der Genpool ist klein und es gilt noch mit einigen Problemen fertig zu werden. Daher denke ich, dass meine Hunde und auch ich mit meinem Wissen über Genetik und Zucht etwas für die Zukunft der Rassen beitragen können.

Und ganz nebenbei gibt es auch kaum ein schöneres Erlebnis, als einen Wurf Welpen beim Aufwachsen zu erleben!

Mein Ziel in der Zucht wäre es natürlich gesunde, wesensfeste und standardgerechte Hunde zu züchten, aber es wäre vermessen zu behaupten, dass dies immer so leicht funktioniert. Tatsächlich denke ich sogar, dass es unmöglich ist, denn Hunde sind lebendige Wesen, die man, Gott sei Dank, (noch) nicht im Labor nach seinen eigenen Wünsche und Vorstellungen herstellen kann.

Ich möchte daher mein Zuchtziel nicht mit den viel zitierten Schlagwörtern Gesundheit – Schönheit – Wesen beschreiben.

Meine Leitwörter sollen vielmehr sein: Transparenz – Verantwortung – Liebe.

Das heißt, dass ich immer ehrlich über meine Hunde, die Welpen und die Rasse Auskunft geben werde. In jeder Rasse gibt es zahlreiche Probleme, die ein einzelner nicht lösen kann. Kein Hund und kein Züchter ist perfekt. Aber ich finde es unumgänglich, darüber offen zu sprechen, auch wenn das nicht immer gerne gesehen wird!

Es heißt, dass ich die Verantwortung gegenüber meinen Hunden und ihren Welpen sehr, sehr ernst nehme! Vor allem auch die Verantwortung, ein geeignetes neues Zuhause für sie auszuwählen. Damit endet die Verantwortung jedoch nicht. Ich bin immer bemüht meinen Welpenkäufern jederzeit mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und im Notfall werde ich jeden Hund aus meiner Zucht auch wieder aufnehmen.

Und es heißt, dass ich meine Hunde und die Arbeit mit ihnen liebe. Ich liebe es, Welpen aufzuziehen, egal wie viel Arbeit es bedeutet und wie schwer es manchmal sein kann. Nur wenn man das, was man macht, liebt, kann man es auch gut machen!

Das heißt natürlich nicht, dass ich keinen Wert auf Gesundheit, Schönheit und Wesen lege! Lesen Sie hierzu noch einige Anmerkungen:

Erweiterung des Genpools

Meine oberste Priorität in meiner Zucht ist die Vergrößerung des Genpools, denn so kann man meiner Meinung nach den wichtigsten Beitrag für die gesicherte Zukunft einer seltenen Rasse leisten. Für mich bedeutet das, In- und Linienzucht soweit wie möglich zu verhindern! Es bedeutet aber auch, in Generationen zu denken. Es mag leicht sein, für eine Hündin einen nicht verwandten Partner zu finden, die Frage ist, ob dies in den Folgegenerationen dann auch noch der Fall sein kann. Deshalb ist ein vermischen aller vorhandenen Linien auch keine Lösung. In Anbetracht dessen werde ich mich auch bemühen, möglichst unterschiedliche Deckrüden zu verwenden und möglichst auch solche, die nicht allzu viele Nachkommen haben. Gleichzeitig versuche ich aber, für die Folgegeneration noch möglichst viele Optionen offen zu halten.

Gesundheit

Ebenso wichtig ist für mich die Gesundheit der Zuchttiere! Meine Hunde werden auf alle rassetypischen Krankheiten untersucht und nur für die Zucht eingesetzt, wenn sie gesund sind. Auch bei der Wahl des Deckrüden achte ich darauf. Leider sind viele Krankheiten heute noch kaum erforscht oder aber so stark in den Rassen vertreten, dass es fast unmöglich ist, eine „freie Linie“ zu finden.

Daher verbringe ich auch sehr viel Zeit damit, mich stets auf dem neuesten Stand der Wissenschaft zu bringen und diese Erkenntnisse gegebenen Falles in meiner Zucht umzusetzen.

Schönheit

Auch "Schönheit", oder besser Standardgerechtheit ist wichtig! Nicht nur für Ausstellungen, sondern auch damit die Rasse in ihrem ursprünglichen Erscheinungsbild erhalten bleibt. Bei der Wahl des Deckrüden ist mir nicht wichtig, wie viele Titel er hat, schon aber, ob er dem gültigen Rassestandard entspricht und dass er gegebenen Falles nicht die gleichen Fehler aufweist, wie meine Hündinnen.

Wesen

Auf ein gutes Wesen zu züchten ist äußerst schwierig. Die Erblichkeit des Wesens liegt bei 20-40%, was zwar nicht unwesentlich ist, aber bedeutet, dass ein Hund mit „guten Genen“ auch ohne weiteres aggressiv und/oder ängstlich (gemacht) werden kann und genauso ein Hund mit „schlechten Genen“ unter optimalen Umständen durchaus ein gutes Wesen an den Tag legen kann. Daher ist es unmöglich zu sagen, welcher Teil des elterlichen Wesens ererbt ist. Natürlich werde ich mich auch bemühen, Partner für meine Hündinnen zu finden, die ein gutes Wesen haben. Eine Garantie dafür, dass sie das auch an ihre Welpen weitergeben besteht jedoch nicht.

Darüber hinaus stellt sich noch die Frage, was genau ein gutes Wesen ist und wo man züchterisch gegebenen Falles hin will. Ich definiere ein gutes Wesen als weltoffen, intelligent, vertrauensvoll gegenüber seinen Menschen und vor allem auch instinktsicher und mit den für die jeweilige Rasse typischen Eigenschaften. Ein Hundezombie, der alles mit sich machen lässt und scheinbar keine Bedürfnisse und natürlichen Triebe mehr hat, hat in meinen Augen KEIN gutes Wesen.

Das Rezept für weltoffene, intelligente und vertrauensvolle Hunde gibt es leider auch noch nicht. Als Züchter kann man allerdings den besten Beitrag zum Wesen des einzelnen Welpen an diesem selbst leisten: ihn nach besten Wissen und Gewissen zu prägen und zu sozialisieren und ihn nur in ausgesuchte Hände abzugeben, die ebenso mit ihm weiter arbeiten werden.

Als Züchterin und Tier-Verhaltensberaterin lassen ich die neuen Besitzer aber nicht alleine und stehe immer mit Rat und Tat zur Seite!

Und falls es nicht so gut läuft...

...wird in meinem Zwinger niemals ein Welpe getötet, nur weil er "fehlerhaft" ist. Ich bin für jeden Hund, den ich gezüchtet habe verantwortlich und nehme diese Verantwortung sehr ernst. Ein Thai Ridgeback ohne Ridge, einer mit DS, ein Lundehund mit nur 5 Zehen, ein langhaariger Akita... auch sie haben ein Recht zu leben! Und auch sie können einem Menschen viel Freude bereiten. Für mich gibt es keinen Grund, solche Welpen einzuschläfern oder zu verschweigen, dass es sie gibt. Bei mir genießen sie die selbe Behandlung, Sozialisierung, Futterzusätze und alles Drum und Dran wie ein möglicher zukünftiger Champion! Ich stehe zu meinen Hunden und ihren Welpen mit allen Vor- und Nachteilen, die sie haben!