Amon Sul  
Schrift  

Aktuelles I Info I Shows I Work I Multimedia I Kontakt I Links I Gästebuch

Akita I Thai Ridgeback I Lundehund I Xoloitzcuintle I Kookie

 
 
 
 

 
 
Frequently Asked Questions

Hier habe ich versucht, all die Fragen zu beantworten, die mich Menschen auf der Straße fragen, aber auch solche, die von Interessenten gestellt werden:

 

Ist der rasiert?

Nein. Die haarlosen Exemplare kommen bereits nackt zur Welt. Der Xolo ist im Gegensatz zum Chinese Crested Dog komplett haarlos, wenige Haare können Sie am Kopf, an den Pfoten und am Ende der Rute haben.

>Zurück


Wie kommt es, dass er keine Haare hat?

Aufgrund einer dominant autosomalen genetischen Mutation, die in verschiedenen Teilen der Welt vermutlich  unabhängig voneinander entstanden ist. Durch Weiterzucht mit den Merkmalsträgern blieb das Erscheinungsbild bestehen. An der Universität Bern wurde diese Mutation kürzlich entdeckt.

>Zurück


Gibt es auch „Nackthunde“ mit Haaren?

Ja. Alle Nackthunde (mit Ausnahme des American Hairless Terriers, der ein anderes „Nacktgen“ hat) sind mischerbig auf das Merkmal der Haarlosigkeit. Dieses ist dominant und setzt sich im Erscheinungsbild durch. Reinerbig nackte Hunde gibt es nicht, da es sich bei dem Gen um einen Letalfaktor handelt und reinerbig nackte nicht lebensfähig sind. Daher vererbt auch jeder Nackthund das Gen für normales Fell und es können in jedem Wurf behaarte Welpen vorkommen.

>Zurück


Wie heißen behaarte „Nackthunde“?

Beim Chinese Crested nennt man die behaarte Variation „Powderpuff“, was soviel wie Puderquaste bedeutet. Beim Peruanischen und beim Mexikanischen Nackthund verwendet man diese Bezeichnung nicht! Sie werden schlichtweg „behaart“ oder engl. „coated“ genannt.

>Zurück


Sind behaarte „Nackthunde“ Ausschussware?

Natürlich nicht! Beim Xolo wurde die Varietät sogar 2007 von der FCI anerkannt und der Standard dahin gehend geändert. Damit können auch behaarte Xolos in die Zucht kommen. Ein sehr begrüßenswerter Umstand, da der Genpool so um ein vielfaches vergrößert wurde. Leider hat sich das noch nicht sehr weit herum gesprochen und leider ist auch die Nachfrage nach behaarten Xolos eher gering, da die Rasse noch sehr unbekannt ist. Beim Peruanischen Nackthund, sind die behaarten leider nach wie vor von der Zucht ausgeschlossen, was sie aber zu keinen schlechteren Haustieren macht!

>Zurück


Was bedeutet es, dass das „Nacktgen“ letal ist? Stimmt es, dass reinerbig nackte Welpen sterben?

Letalgen bedeutet, dass ein Lebewesen, dass dieses Gen doppelt trägt – also reinerbig – auf dieses Merkmal ist, nicht lebensfähig ist. Das bedeutet aber nicht, dass reihenweise Nackthund-Welpen unter großen Qualen sterben! Vielmehr sterben die Embryonen schon in einem sehr frühen Stadium der Trächtigkeit ab und werden vom Mutterleid absorbiert. Ein Vorgang, der auch bei jeder anderen trächtigen Hündin auf Grund anderer Umstände jederzeit passieren kann. Alle nackten Welpen, die das Licht der Welt erblicken, sind mischerbig nackt und völlig gesund.

>Zurück


Was ist das für ein Hund?

Der Xolo ist ein Urtyphund, also eine noch wenig durchgezüchtete Rasse mit vielen ursprünglichen Eigenschaften.

>Zurück


Xoloitzcuintle - was ist das für ein seltsamer Name? Und wie bitte spricht man das aus?

Der Name ist Nahuatl (Aztekisch) und setzt sich aus den Wörtern Xolo und Itzcuintle zusammen. Letzteres bedeutet einfach Hund. „Xolo“ ist vermutlich vom Namen des Gottes Xolotl - der oft als Hund dargestellt wird - abgeleitet. Es kann also „Hund des Gottes Xolotl“ bedeuten. Da Xolotl der Gott des Todes und Unglücks ist, wird das Wort auch mit „Monster“ übersetzt. Xoloitzcuintle würde dann also Monster-Hund oder monströser Hund bedeuten. Ähnliche Namen haben auch andere Spezies, die mit dem Gott in Verbindung gebracht werden, die eine Agavenpflanze mexolotl oder die Molchart Axolotl.

Ausgesprochen wird Xoloitzcuintle „Scholo-itz-kuint-le“.

>Zurück


Wofür ist der Xolo verwendet worden?

Schon bei den Azteken wurden Xolos hauptsächlich als Begeleithunde, die größeren auch als Wachhund gehalten. Sie waren aber auch sehr mystische Tiere. So sagte man ihnen z.B. Kräfte nach, wodurch sie Kranke heilen konnten, wenn sie mit ihnen das Lager teilten. Da ist auch etwas wahres dran, denn auf jedem Fall ist es sehr angenehm einen Xolo als lebende Wärmeflasche im Bett zu haben. Darüber hinaus spielten Xolos eine wichtige Rolle als Opfertiere und wohl auch als Nahrungsquelle. Um ins Reich der Toten gelangen zu können brauchte man einen Hund, der einen dort hinbegleitet.

>Zurück


Ist dem nicht kalt?

Ja sicher ist ihm im Winter kalt – so wie uns und den meisten kurzhaarigen Hunden. Sie leiden aber nicht sehr darunter, solange sie sich frei bewegen können. Kann der Hund sich nicht bewegen, weil man z.B. irgendwo warten muss oder wenn es sehr kalt ist zieht man ihm einfach einen Mantel an.

>Zurück


Bekommt der keinen Sonnenbrand?

Dunkle Exemplare nicht. Sehr helle Hunde und solche, die helle Abzeichen haben, sind da natürlich schon gefährdet. In diesem Fall muss der Hund bzw. die hellen Stellen mit Sonnencreme geschützt werden.

>Zurück


Der verletzt sich sicher oft?

Eigentlich nicht. Die Haut ist wesentlich widerstandsfähiger als die vieler kurzhaariger Rassen. Der Xolo ist aber ein sehr aktiver Hund, der gerne spielt und rennt. Da kommt es natürlich zu Schrammen und leichten Verletzungen. Bei einer ernsten Rauferei mit einem anderen Hund, Unfällen usw. ist der Xolo ohne schützendes Fell natürlich gefährdeter als ein Hund mit dichtem Pelz, aber nicht mehr als Hunde mit sehr kurzem Fell.

>Zurück


Das ist doch eine perverse Qualzucht, oder? Ist das nicht verboten?

Nein! Eine perverse Züchtung aus dem Versuchslabor ist der Xolo schon mal nicht, denn es ist eine sehr, sehr alte Rasse, die durch mehr oder weniger natürliche Selektion die Jahrtausende überdauert hat. Er leidet nicht unter seiner Nacktheit und auch die Zahnunterzahl beeinträchtigt ihn so gut wie gar nicht. Haarlosigkeit zählt teilweise als Qualzucht. Allerdings ist hier vorrangig von krankhafter Haarlosigkeit, wie z.B. bei der Farbmutanten-Alopezie die Rede. Die Haltung dieser Hunde ist auf keinen Fall verboten und auch die Zucht ist nirgendwo per se verboten.

>Zurück


Stimmt es, dass Xolos keine Zähne haben?

Nein, aber die meisten leiden an Zahnunterzahl und daher auch an Gebiss-Deformationen, da die vorhandenen Zähne in verschiedene Richtungen stehen. Zahnunterzahl geht einher mit dem Gen für Nacktheit, kann aber offensichtlich – wie bei Chinese Crested bereits gelungen – durch gezielte Zuchtwahl verbessert werden, insbesondere durch die Verwendung behaarter Hunde (die im Normalfall ein vollständiges Gebiss haben) in der Zucht. Dieser Weg ist für die Zukunft vielversprechend und man sollte die Zahnunterzahl auch nicht herunterspielen. Trotzdem ist es kein allzu großes Problem. Auch mit weniger Zähnen können Xolos problemlos jedes Futter fressen.

>Zurück


Stimmt es, dass Xolos Vegetarier sind?

Nein. Sie sind Fleischfresser wie jeder andere Hund auch. Manche mögen Gemüse und Obst gern, aber auch das kommt bei anderen Hunderassen vor.

>Zurück


Stimmt es, dass Xolos eine höhere Körpertemperatur haben als andere Hunde?

Nein. Durch das fehlende Haarkleid strahlen sie nur mehr Wärme ab.

>Zurück


Stimmt es, dass Xolos über die Haut schwitzen können?

Nein. Sie schwitzen wie jeder andere Hund über die Pfotenballen. Es stimmt auch nicht, dass sie nie hecheln. Nur wird ihnen natürlich nicht so schnell heiß. Unter direkter Sonneneinstrahlung leiden sie aber – wie auch kurzhaarige und vor allem alle dunklen Hunde – meist schneller als meine hellen Nordischen.

>Zurück


Stimmt es, dass Xolos weinen können?

Nein. Sie haben nur öfter mal was im Auge. Da Augenbrauen und Wimpern nicht so gut ausgeprägt sind, kann es vorkommen, dass Schmutzpartikel ins Auge gelangen, die die Tränenflüssigkeit anregen. Besonders kleine Exemplare, die ja besonders bodennah sind, haben dieses Problem öfter. Augenauswischen und gegebenen Falles Augentropfen (Kochsalzlösung) verschaffen Abhilfe.

>Zurück


Haben die Azteken sie wirklich gegessen?

Ja. Meiner Meinung nach, jedoch hauptsächlich zu rituellen Zwecken. Der Xolo war ein wichtiges Opfertier, insbesondere im Rahmen der Todesriten. Vermutlich wurden sie aber durchaus auch verspeist, wenn die Nahrung knapp war.

>Zurück


Ist so ein besonderer Hund nicht unglaublich teuer?

Naja. Nicht viel teurer als jeder anderer Rassenhund. In Europa liegen die Preise derzeit bei 1500-2500€. Ein vielversprechender Hund aus einer bekannten Zuchtstätte, kann durchaus auch bis zu 5000€ und mehr kosten. Ein Import aus Mexiko kann mit den Zusatzkosten für Transport, Zoll usw. noch erheblich teurer werden.

>Zurück


Ist der Xolo für Anfänger geeignet?

Warum nicht? Der Xolo ist sicherlich kein einfacher Hund, vor allem, weil er nicht wie andere Hunde ist. Deshalb hilft einem die Erfahrung mit anderen Hunden auch nicht unbedingt weiter. Ein ambitionierter Anfänger, der sich gut informiert und sich auf den Hund einlässt, ist vielleicht ein besserer Xolo-Halter als jemand der seit Jahrzehnten Erfahrungen mit völlig anderen Hundetypen gesammelt hat.

>Zurück


Ist der Xolo für Allergiker geeignet?

Nicht für alle. Es kommt auf den Typ der Allergie an. Ist man auf Hundehaare allergisch, kann man natürlich einen Nackthund halten. Ist es der Speichel, dann geht natürlich gar kein Hund. Wie es bei einer Hautschuppenallergie ist, weiß ich leider nicht. Sollten Sie als Allergiker die Anschaffung eines Xolos erwägen, empfehle ich mit Ihrem Arzt darüber zu sprechen und schon vorher einige Zeit mit Xolos zu verbringen.

>Zurück


Wie viel Auslauf benötigt ein Xolo?

Soviel wie möglich. Es sind sehr sportliche und aktive Hunde. Darüber hinaus neigen sie zu Übergewicht, wenn sie zu wenig Bewegung haben. Wichtig ist eine Möglichkeit zu finden, wo sich der Xolo gefahrlos ohne Leine austoben kann.

>Zurück


Wie lange kann man einen Xolo alleine lassen?

So wenig wie möglich. Jeder Hund kann lernen eine gewisse Zeit alleine zu bleiben. Bis zu 6 Stunden sollte ein erwachsener Hund ertragen können. Der Xolo ist jedoch extrem auf seine Besitzer bezogen. Wenn Sie also täglich 6-8 Stunden arbeiten müssen und keine Möglichkeit haben, den Hund mitzunehmen oder anderwärtig unterzubringen, rate ich zur Anschaffung einer selbstständigeren Hunderasse.

>Zurück


Ist der Xolo ein guter Wachhund?

Ja. Er bemerkt jede Veränderung sofort und meldet sie – teilweise durchaus lautstark, wobei er allerdings nicht unnötig kläfft. Er wäre sicherlich auch bereit seine Familie zu verteidigen, wenn es nötig ist.

>Zurück


Bellt der Xolo viel?

Ich persönlich finde, er bellt für einen Urhund relativ viel. Das heißt aber noch lange nicht, dass er ein Kläffer ist.

>Zurück


Kann man einen Xolo halten, wenn man andere Haustiere hat?

Ja. Wenn der Hund von klein auf lernt, dass auch diese anderen Haustiere zur Familie gehören, ist das sicherlich kein Problem. Allerdings besteht bei Katzen die Gefahr, dass der Xolo leichter verletzt wird, als bei einem Hund mit Fell. Wenn Sie eine eher unfreundliche Katze haben, überlegen Sie es sich bitte genau, ob sie mit einem Xolo zurecht kommen würde.

>Zurück


Ist der Xolo ein kinderfreundlicher Hund?

Nicht automatisch, denn es gibt DEN kinderfreundlichen Hund nicht! Es kommt vor allem auf die Sozialisierung bzw. auf die Kinder selbst an, ob ein Hund gut mit Kindern auskommt. Ich persönlich halte Urtyphunde nicht für besonders kindergeeignet, da sie vorsichtiger sind als andere Rassen und auch schneller dazu neigen sich mittel Schnappen zu verteidigen, wenn sie in die Enge getrieben werden. Auf der anderen Seite ist der Xolo ein sehr verspielter und liebevoller Hund, der unter den richtigen Umständen sicherlich mit Kindern recht gut auskommt.

>Zurück


Ist der Xolo für eine Wohnung geeignet?

Ja. Es sind sehr reinlich, ruhige Hunde, die in einer Wohnung sicherlich nicht unangenehm auffallen. Wichtig ist hier natürlich wie bei allen anderen Hunden auch, dass der Hund regelmäßig die Möglichkeit hat sich frei auszutoben.

>Zurück


Kommt ein Xolo gut mit anderen Hunden zurecht?

Nicht immer. Sie spielen und toben sicherlich gerne mit Hunden die sie gut kennen. Mit fremden Hunden kann es aber auch zu Problemen kommen. Als typischer Urhund wird sich der Xolo anderen Hunden nicht einfach so unterordnen und dabei vergisst er, dass er durch das fehlende Haarkleid und die Zahnunterzahl im allgemeinen im Nachteil ist. Hier ist also Vorsicht geboten – gleichzeitig ist es aber genauso wichtig, dass der Hund nicht überbehütet wird. Eine Gradwanderung, die nicht immer einfach zu meistern ist. Im gleichen Haushalt kann es zwischen zwei gleichgeschlechtlichen Hunden immer zu Problemen kommen, besonders schwierig kann es werden, wenn der eine Hund dem Xolo körperlich überlegen ist, denn das wird er nicht einsehen.

>Zurück