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Schwieriges Aspekte bei der Haltung eines Thai Ridgebacks

 

Wenn Sie einen Hund wollen,...

  • Der immer und überall ohne Leine läuft
  • Der freundlich zu jedermann und –hund ist
  • Der selbstsicher ist und mit jeder neuen Situation sofort klar kommt
  • Der in jeder Hundeschule ein gerngesehener Gast ist und...
  • der im Hundesport erfolgreich ist
  • der beim Kinderfest den Pausenclown spielt
  • mit dem jeder locker gemütlich spazieren gehen kann
  • den man ohne Probleme überall hin mitnehmen kann
  • den man jederzeit bei einem x-beliebigen Hundesitter abgeben kann
  • ....

...dann ist der Thai Ridgeback NICHT für Sie geeignet!

Ob die Haltung eines solchen Hundes ein Problem darstellt, oder nicht, liegt an zwei Faktoren:
Zum einen daran, wie fähig man ist mit dem Hund umzugehen. Das heißt allerdings nicht, dass man langjährige Erfahrung mit Hunden haben muss! Tatsächlich ist es sogar so, dass viele Ersthundebesitzer wesentlich besser mit dem Thai Ridgeback umgehen können bzw. viel weniger Probleme mit seinem eigentümlichen Charakter haben, da sie nicht von anderen Hunden auf den Thai schließen, sondern ihn so annehmen wie er ist. Hundeerfahrung kann natürlich auch von Vorteil sein, allerdings darf man nicht den Fehler begehen, zu glauben, dass man mit Hilfe der Erfahrung, die man mit anderen Hunden gesammelt hat, auch einen anderen Hund aus dem Thai machen kann.
Der zweite Faktor ist vor allem, was man unter „Problem“ überhaupt versteht. Ein wachsamer Hund ist z.B. für jemanden der ein Grundstück zu bewachen hat, höchst wünschenswert, während es in der Etagenwohnung eher nicht so erfreulich ist, wenn der Hund bei der kleinsten Veränderung anschlägt.
Der eine findet es nicht schlimm, wenn sein Hund andere Hunde nicht mag, während ein anderer todunglücklich ist, weil er mit seinem neuen Hund nun nicht mehr Stammgast auf der Hundewiese sein kann.
Ein ausgeprägter Jagdtrieb mag in der Stadt gar nicht auffallen, für jemand der in wildreicher Gegend lebt, aber zum ernsten Problem werden.....
Diese Liste ließe sich endlos fortsetzen. Seien sie also vor der Anschaffung eines Hundes kritisch mit sich selbst und überlegen Sie, was Sie sich von Ihrem zukünftigen Hund wünschen, womit Sie leben können und welche Verhaltensweisen für Sie auf gar keinen Fall akzeptabel sind. Und wenn Sie sich für den Thai Ridgeback interessieren: Seien Sie noch ein bisschen kritischer!

Wie bereits unter dem Punkt >Wesen beschrieben wurde, ist der Thai Ridgeback ein typischer Urhund: Hauptsächlich geprägt durch eine Mischung aus Vorsicht und Dominanz, Mimose und Sturkopf. Das Leben mit einem Thai und die Erziehung sind dadurch stets eine Gradwanderung. Darüber hinaus hat er viele ursprüngliche Eigenschaften, wie ein sehr differenziertes Ausdrucksverhalten, einen ausgeprägten Jagdtrieb, einen hohen Bewegungsdrang usw. die teilweise nicht mehr so ganz dem entsprechen, was sich die heutige mitteleuropäische Gesellschaft unter einem Hund vorstellt.
Daraus können sich einige Schwierigkeiten in der Haltung ergeben, die natürlich je nach individuellem Charakter des Hundes und seines Menschen unterschiedlich ausfallen können. Sehr viel kommt auf Aufzucht, Prägung, Sozialisation und Erziehung des Hundes an. Trotzdem: Es gibt eine rassetypische Grundvoraussetzung, was man mit dem Hund erreichen bzw. nicht erreichen kann.
Im folgenden können Sie lesen, was Sie schlimmstenfalls mit einem Thai erwartet. D.h. nicht, dass alle Thais so sind bzw. dass man dem nicht entgegenwirken kann. Es heißt aber auf jeden Fall, dass es solche Thais gibt und diese teilweise im Tierheim landen oder gar eingeschläfert werden, weil Ihre Besitzer mit der Situation überfordert waren. Könnten Sie aber sogar mit diesen Horrorszenarien leben, steht der Anschaffung eines Thais nichts mehr im Wege J

Thais können aggressiv und/oder ängstlich gegenüber Menschen werden!
Meist tritt eine Kombination aus beiden auf. Wird der Thai bedrängt kommt es vor, dass er sich auch mit den Zähnen währt!
Dieses Verhalten kann sich gegen Fremde richten oder auch gegen den eigenen Besitzer, wenn die Bindung zu ihm nicht optimal ist.

Thais kommen nicht mit allen anderen Hunden klar!
Prinzipiell wählt ein Thai schon aus und ist kein Allerweltshund, der jeden anderen gerne hat. Sie ordnen sich niemals einfach so unter! Wenn sie Angst vor einem Hund haben, ist Angriff für sie die beste Verteidigung. In diesem Fall drohen sie nicht großartig oder versuchen die Rangordnung zu klären, sondern sie wollen den anderen Hund nur mittels Abschnappen (im Notfall auch beißen) vertreiben. Es wird auch kein Unterschied gemacht, ob der andere Hund männlich, weiblich, alt oder jung... ist.
Erwachsene Rüden verstehen sich im Normalfall nicht mit anderen erwachsenen Rüden.
Auch innerhalb des Hauses kann es zwischen zwei Thais oder zwischen dem Thai und einem anderen Hund zu Problemen kommen.

Thais haben einen extrem ausgeprägten Jagdtrieb!
Es sind Vollblutjagdhunde, die sowohl auf Sicht als auch auf Fährte jagen und deshalb mitunter in Wald und Flur kaum zu kontrollieren sind. Selbst wenn sie zu Hause mit einer Katze leben, heißt das nicht, dass sie eine fremde Katze nicht jagen würden. Im Gegensatz zu hochgezüchteten Hunderassen ist der Verhaltenskomplex der Jagd noch vollständig erhalten und kann mit dem Töten der Beute enden.

Der Thai Ridgeback ist stets sehr wachsam!
Das heißt, dass er beim Spazieren gehen nicht einfach neben her läuft. Er behält ständig seine Umgebung im Auge. Auch zu Hause achtet er auf die kleinsten Veränderungen in seinem Umfeld.

Der Thai Ridgeback ist sehr sensibel!
Druck – besonders in der Hundeerziehung – verträgt er nicht, ebenso wenig wie falsch angewendete Strafen und nicht fachgerechten Umgang. Fehler in der Kommunikation und dem Umgang, die ein anderer Hund vielleicht locker verzeiht, können beim Thai Ridgeback fatal enden und die Mensch-Hund-Beziehung empfindlich stören. Im besten Fall wird er stur und blockt ab. Im schlimmsten Fall reagiert er mit defensiver Aggression.

Der Thai Ridgeback ist ein Sturkopf!
In der Hundeerziehung und –ausbildung ist es nicht immer einfach den Thai mittels Spielzeug oder Leckerli zu motivieren. Im Zweifelsfall pfeift er lieber drauf und geht seinen eigenen selbstbelohnenden Interessen nach.

Der Thai ist ein Ausbruchskünstler!
Er ist sehr geschickt und gewandt und hat ein unglaubliches Sprungvermögen! Diese an sich positiven Eigenschaften machen ihn zu einem Ausbruchskünstler. Dazu kommt noch sein ausgeprägter Wille, das zu erreichen, was er sich in den Kopf gesetzt hat: Es gibt keinen Zaun, keine Tür und keine Box, die ihn mit Sicherheit aufhalten!

Der Thai ist sehr aktiv und intelligent!
Wird er nicht dementsprechend gefordert, entwickelt er unerwünschte Verhaltensweisen.

Thai Ridgeback Hündinnen werden sehr von ihren Hormonen beeinflusst!
Wenn Thai Ridgeback Hündinnen läufig sind, sind ihre schlechten Eigenschaften oft verstärkt. Sie sind dann noch zickiger unter Umständen auch plötzlich zu Hunden des eigenen Haushalts oder Menschen, mit welchen sie eigentlich gut klar kommen. Nach der Läufigkeit werden sie immer scheinträchtig. Zum Teil sehr ausgeprägt. Auch während der Scheinträchtigkeit sind sie zickig und launisch.
Bei Junghündinnen dauert es oft lange, bis sich der Hormonhaushalt eingependelt hat und sie werden mehrmals hintereinander läufig. Im allgemeinen werden sie später nur mehr einmal im Jahr läufig, es gibt aber auch Hündinnen die 2x im Jahr läufig werden oder sogar nur einen 5-Monate-Rhythmus haben.

Natürlich müssen diese Probleme nicht in dieser drastischen Form auftreten. Allerdings ist die Anlage dazu immer da, selbst wenn der Hund bestens sozialisiert wurde und es liegt am Besitzer diesen entgegenzuwirken bzw. damit unzugehend.

Wenn sie also damit leben können, dass Ihr zukünftiger Hund

  • nicht immer und überall ohne Leine laufen kann, vielleicht sogar immer angeleint bleiben muss
  • nicht freundlich zu jedermann und –hund ist, sondern sich seine Freunde selbst aussucht, vielleicht sogar lieber gar keine Freunde hat.
  • nicht selbstsicher ist und mit jeder neuen Situation sofort klar kommt, sondern Zeit braucht und möglicherweise mit manchen Situationen gar nie klar kommen wird.
  • in vielen Hundeschulen kein gerngesehener Gast ist. Und die Suche nach einer Hundeschule, wo man auf den Thai eingeht, sehr schwierig ist. Möglicherweise sogar unmöglich.
  • im Hundesport zwar Möglichkeiten hat, aber in punkto Motivation und Selbstsicherheit an eine Arbeitsrasse nie herankommen wird.
  • beim Kinderfest nicht Pausenclown spielt, sondern sich besser in der Zwischenzeit in ein anderes Zimmer verziehen darf.
  • nicht von jedermann locker gemütlich spazieren geführt werden kann, sondern nur von Menschen die der Hund kennt und die ihn gut einschätzen können
  • möglicherweise Probleme macht, wenn man ihn irgendwohin mitnimmt und man ihn vielleicht auch lieber einmal zu Hause lässt (allerdings nicht zu lange).
  • nicht jederzeit bei einem x-beliebigen Hundesitter abgeben werden kann, sondern man fachkundige Hundesitter suchen muss, die ebenso auf den Hund eingehen können, wie Sie selbst
  • ....

...dann ist der Thai Ridgeback eine wunderschöne Herausforderung für Sie, mit dem Sie trotzdem noch hin und wieder Ärger haben werden, aber auch sehr viel Freude!

Wie Sie etwaigen Problemen vorbeugen können bzw. sie lösen können, lesen Sie >hier.