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Gesundheit

 

Im Großen und Ganzen ist der Thai Ridgeback eine ziemlich gesunde Rasse. Typ und Größe sind sehr ursprünglich, die Rasse ist frei von anatomischen Übertreibungen und daher sehr agil und im allgemeinen auch langlebig. Ich schätze die Lebenserwartung auf ca. 14 Jahre.
Trotzdem ist auch diese Rasse, wie die meisten anderen auch, nicht völlig verschont von Krankheiten und genetischen Defekten.

Die größte genetische Bürde des Thai Ridgebacks ist zweifellos der sog. >Dermoid Sinus. Da dieses Thema sehr wichtig und aktuell ist, widme ich ihm eine eigene Seite.

Im folgenden eine kurze Zusammenfassung der anderen beim Thai bekannten Krankheiten:

Hüftgelenksdysplasie (HD)

Wie bei den meisten größeren Rasse, kann HD auch beim Thai vorkommen. Allerdings hält sich dieses Problem in annehmbaren Grenzen.
Bei HD handelt es sich um eine degenerative Erkrankung des Hüftgelenks. Die  Krankheit ist genetisch bedingt, allerdings ist sie umweltlabil: Auch andere Faktoren, wie Haltung und Ernährung, spielen eine nicht unwesentliche Rolle. Daher ist es auch umstritten, wie sinnvoll eine bloße röntgenologische Untersuchung von Zuchttieren ist. Trotzdem sollte ein seriöser Züchter unbedingt seine Hunde röntgen lassen!

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Unterfunktion der Schilddrüse

In Europa wurde eine Unterfunktion der Schilddrüse in letzter Zeit bei einigen wenigen Thai Ridgebacks diagnostiziert. Da die Symptome mit unter sehr unterschiedlich sein können (Verhaltensänderung, Leistungsschwächen, stumpfes Fell...) und oft nur im engen Zusammenleben mit dem Hund bemerkt werden, kann über ein Vorkommen in den großen Zwingern Thailands keine Aussage getroffen werden.
Schilddrüsenunterfunktion kann angeboren oder erworben sein. Inwieweit und wie sie vererbt wird, ist noch nicht geklärt, es gibt aber durchaus familiär auftretende Formen. Des Weiteren kann eine Unterfunktion auch sekundäres Symptom einer anderen Krankheit sein.
Erkrankten Hunden kann meist mit der Gabe von Ersatzhormonen Abhilfe geschaffen werden, die allerdings oft lebenslang gegeben werden müssen. Spricht ein Hund gut auf die Behandlung an, ist er natürlich symptomfrei und es besteht die Gefahr, dass er weiterhin zur Zucht eingesetzt wird.
Darüber hinaus bricht die Krankheit erst zu einem späteren Zeitpunkt aus, wenn der betroffene Hund vielleicht schon Nachkommen hat.
Dieses Problem ist also sehr vielschichtig und lässt sich nach heutigem Wissensstand nicht gezielt züchterisch bekämpfen. Man sollte es bei der Auswahl der Zuchttiere aber auf jeden Fall im Auge behalten!

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Hautkrankheiten

Hautprobleme sind immer so eine Sache: die Diagnose ist nicht immer einfach, oft sind sie sekundäres Symptom für eine andere Erkrankung und man weiß wenig über Vererbung und Ursache.
Ernährungsfehler können mitunter zu Hautproblemen führen. Der Thai ist eine asiatische Rasse, die in ihrem Ursprungsland sicherlich ganz anders ernährt wird, als wir es tun.
Wie auch der Mensch sind auch Hunde anfälliger, wenn der Hormonhaushalt verrückt spielt, z.B. in der Pubertät. Hier kann es zu Haarausfall, Pilz- oder Milbenbefall kommen. Treten die Probleme nicht mehr auf, wenn der Hormonhaushalt wieder normal ist, ist das nicht weiter schlimm.
Beim Thai Ridgeback ist besonders die Demodex-Milbe erwähnenswert. Die jugendliche Form, die während der Pubertät auftritt, ist weniger tragisch. Es gibt jedoch auch eine generalisierte Form.
Allergien können ihre Ursache auch in zu enger Linienzucht haben. Dies fällt unter die Inzuchtdepression und ist nicht zu verwechseln mit einer Erbkrankheit. Werden solche Hunde mit nichtverwandten Partnern verpaart, können daraus durchaus gesunde Nachkommen entstehen.
Möglicherweise ist auch das sog. Blue-Dog-Syndrom ein Thema bei blauen und isabellfarbenen Thais. Diese genetische Krankheit ist an das Delutionsgen gekoppelt, welches die Aufhellung der Fellfarbe verursacht. Bekannt wurde die Krankheit durch den blauen Dobermann, weshalb sie auch als Blue-Doberman-Syndrom bezeichnet wird. Ebenso kommt sie bei Spitzen, Pinschern usw. vor, nicht aber bei allen Rassen, bei denen diese Farbschläge vorkommen und auch nicht bei jedem Exemplar! Es ist daher ein falscher Rückschluss, dass jeder blaue Hund krank ist! Bis jetzt gibt es keine Untersuchungen, darüber, ob Hautprobleme blauer oder isabellfarbener Thais auf dieses Syndrom zurückzuführen sind oder ob es sich um andere Krankheiten handelt.
Meine subjektive Einschätzung ist, dass Thais mit sehr kurzem Fell anfälliger für Hautprobleme sind, als solche mit etwas längerem.

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