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Geschichte

 

Über die Geschichte des Thai Ridgebacks gibt es leider nur wenige Quellen. Höhlenmalereien beweisen, dass es in Asien schon seit über 5000 Jahren Hunde mit Ridge gab. Allerdings nicht nur in Nordost-Thailand, sondern auch in den angrenzenden Ländern Kambodscha, Vietnam und Indonesien.
Über die Entwicklung der Rasse gibt es jedoch nur Hypothesen. Man glaubt, dass sie von einer Mutation des Original Thailand Hundes abstammt. Dieser hat das gleiche Erscheinungsbild, jedoch keinen Ridge. Erste schriftliche Erwähnung fand der Thai Ridgeback Dog vor ca. 400 Jahren in einem königlichen Dokument.
Eine Verwandtschaft mit dem Rhodesian Ridgeback wurde lange Zeit angenommen. Nicolette H. C. Salmon Hillbertz von der Universität Uppsala, die in ihrer Doktorarbeit den Zusammenhang zwischen der Ridge-Mutation und dem Auftreten des Dermoid Sinus untersucht hat, konnte aber durch DNA-Analysen feststellen, dass die beiden Rassen nicht miteinander verwandt sind. Somit ist die Ridge-Mutation entweder mehrmals unabhängig voneinander aufgetreten oder aber sie ist alt genug um in der Gesamten Hundepopulation vertreten zu sein.

Ursprünglich waren die thailändischen Hunde typische Parias. Hunde, die ohne Einflussnahme des Menschen halbwild oder wild am Rande seiner Siedlungen leben. Der Name „Paria“ stammt aus dem indischen Kastensystem und bezeichnet einen Ausgestoßenen, andere Bezeichnungen sind Schensi-Hund oder Urtyp-Hund. Zu diesem Hundetyp zählten bereits die ersten Hunde überhaupt und es gibt sie noch heute in Asien, Afrika, Südamerika, Australien und dem südlichen Europa und Nordamerika. Der bekannteste Vertreter ist der Dingo.
Parias kann man nicht als „Rasse“ bezeichnen. Zwar entstanden verschiedene Landschläge in Anpassung an die jeweilige Umwelt, jedoch unterstehen sie keiner gezielten Zuchtwahl des Menschen.
Aus einigen dieser Landschläge entstanden jedoch durch gezielte Zuchtarbeit echte Hunderassen. Die bekannteste Urtyp-Rasse ist vermutlich der afrikanische Basenji, es gibt jedoch zahlreiche andere Rassen aus vielen verschiedenen Regionen der Erde.
Die meisten dieser Hunde, wie auch der Thai Ridgeback wurden und werden heute noch hauptsächlich zur Jagd verwendet. Jedoch nicht in der gleichen Form wie hochgezüchtete Jagdhunderassen Mitteleuropas und Nordamerikas. Urtyphunde jagen selbstständig. Sie stöbern das Wild (zum Teil auch sehr große, wehrhafte Tiere) alleine auf, verfolgen und stellen es, sodass der Mensch es schließlich erlegen kann. Diese Jagdweise erfordert nicht nur besondere körperliche Fähigkeiten, sondern großen Mut und Selbstständigkeit, auf der anderen Seite natürlich auch Vorsicht und Wachsamkeit.
Wenn sie nicht gerade auf der Jagd waren, bewachten die Hunde auch die Dörfer oder begleiteten Reisende als verlässliche Beschützer.
Stellt man sich ein solches Leben vor, so erklärt sich der typische Charakter der Urhunde von selbst. Über Jahrtausende haben sie sich an ein Jagen, Leben und Überleben in der Wildnis angepasst. Daher sind sie sehr vorsichtig, selbstständig, verteidigungsbereit, wachsam, sehr trittsicher, wendig, geschickt und können außergewöhnlich gut springen.

Zucht in Europa

1993 wurde der Thai Ridgeback Dog vorläufig von der FCI anerkannt. Ungefähr zu dieser Zeit wurden auch die ersten offiziellen Thai Ridgeback Importe in Europa registriert. Der silberne Rüde „Hinza“ soll der erste gewesen sein. Er wurde von Remon Mersmann (Thembisa Kennel) in die Niederlande importiert. Etwa zeitgleich kam die blaue Hündin Samorn Kok Bangkhen nach Deutschland zu Familie Caprano (Zwinger vom Tor zum Rheingau). Weitere Importe folgten nach Deutschland, Frankreich, die Niederlanden, Schweden und Finnland... Die meisten Importe erfolgten durch Familie Hässler in Deutschland (Zwinger Taptim Siam).
Diese Tiere bildeten die Zuchtbasis in Europa und sie sind in fast allen Ahnentafeln zu finden. Anfänglich fielen nur hin und wieder Würfe und die meisten Welpe blieben nicht in der Zucht. Leider wusste man damals auch noch nicht über Dermoid Sinus bescheid, sodass mehrfach auch in Europa mit DS positiven Hunden gezüchtet wurde.Erst in den letzten Jahren erlebt die Rasse in Europa einen Aufschwung. Inzwischen gibt es ca. 50 aktive Zuchtstätten, die meisten davon in Deutschland und vor allem in der Tschechischen Republik. Sehr langsam aber doch steigen auch die Meldezahlen auf Ausstellungen. Leider ist die Ausfall-Quote in den Würfen immer noch recht hoch (DS, ridgelos...) weshalb viele Welpen nicht in die Zucht kommen können. Auf Grund der engen Verwandtschaft der in Europa gezüchteten Hunde, ist nach wie vor ein großer Bedarf an Importhunden. Was nun leider durch die Einfuhrbestimmungen der EU sehr erschwert wurde. Nach wie vor steckt die Zucht in Europa noch in den Kinderschuhen und es muss noch viel getan werden. Der Anfang ist aber zweifelsfrei gemacht: Die Gemeinschaft der Thai Ridgeback Züchter ist nicht zu letzt durch das Internet inzwischen sehr vernetzt. Rasseclubs formieren sich und Veranstaltungen, wie der Thai Ridgeback Fun Day werden organisiert.

Zucht in Österreich

Auch in Österreich gab es schon früh ein Zuchtpaar: der blaue Rüde „Sir Ruby“ und die Hündin „Princess Sapphire of Siam“. Die beiden hatten im österreichischen Zuchtbuch (ÖHZB) die Nr. 1 und 2.
Es fielen zwei Würfe aus ihnen unter dem Zwingernamen „von Tsavo“. Aus welchen ein Rüde „Brilliant (Brilli) von Tsavo“ (ÖHZB Nr. 12, gew. am 25.04.1997) in Tschechien zur Zucht verwendet wurde.
Mehr ist mir über diese Hunde jedoch leider nicht bekannt.
ÖHZB Nr. 13 war der blaue Rüde Vilou vom Tor zum Rheingau, der aus Deutschland importiert wurde und leider durch einen Autounfall verstarb.
ÖHZB Nr. 14 hat sein Wurfbruder Vitus vom Tor zum Rheingau, importiert von Herrn Dr. Schobersberger. Ebenfalls von Herr Dr. Schobersberger wurde die Hündin Virtus Dee-Mahk Vinnie aus Schweden geholt und unter der ÖHZB Nr. 15 eingetragen.
Aus diesen beiden Hunden fiel 2003 ein Wurf von 9 Welpen (ÖHZB Nr. 16-24). Mindestens 2 davon wurden exportiert und mindestens ein Welpe ist verstorben.
ÖHZB Nr. 25 hat meine aus Tschechien importierte Hündin Caroline Thai Bellijess „Sunee“.
ÖHZB Nr. 26  hat Nugget Jo vom Crown Hill. Ein roter Rüde, geb. 2006 in Deutschland.
ÖHZB Nr. 27 hat die rote Hündin Agattu Panthai Excellent Moravia importiert aus der Slowakei (geb. 2006)
ÖHZB Nr. 28-34 schließlich ist mein eigener A-Wurf von Amon Sul, von dem wiederum 4 Welpen ins Ausland verkauft wurden.
Damit leben zur Zeit zwischen ca. 15 bis max. 24 offiziell eingetragene Thai Ridgebacks in Österreich.

Ich gehe aber davon aus, dass noch eine Hand voll nicht registrierter Thais oder Thai-Mischlinge in Österreich existieren (nicht eingetragene Importe, Mitbringsel aus Thailandurlauben oder Hunde ohne FCI Papiere).

 

 

Höhlenmalerei

Felsmalerei von Tassili n’ Ajjer (die Jäger werden von einem typischen Urhund begleitet)

Dingo

Dingo

Paria

Paria Hündin beim Säugen ihrer Welpen

Ölbild

ca. 350 Jahre altes Ölbild

Briefmarke

Briefmarke aus Thailand

Basenji

Basenji

Hinza

Hinza, der 1. Thai Ridgeback Rüde in Europa

Samorn

Samorn Kok Bangkhen, die 1. Thai Ridgeback Hündin in Europa

Sir Ruby

Sir Ruby, der 1. Thai Ridgeback Rüde in Österreich (ÖHZB THR 2)

Cara

Rainy Pass Ara "Cara" aus dem 3. österreichischen Wurf von Dr. Schobersberger (Vitus vom Tor zum Rheingau x Virtus Dee-Mahk Vinnie), Bes: Elke Heinel, D

Sunee

Meine Sunee: ÖHZB THR 25 Reg.

Sunee

Meine A-Wurf: ÖHZB TRD 28 - 34 Reg.