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Frequently Asked Questions

 

Hier habe ich versucht, all die Fragen zu beantworten, die mich Menschen auf der Straße fragen, aber auch solche, die von Interessenten gestellt werden:


Ist das ein schwarzer Ridgeback?

Ja! Aber kein Rhodesian Ridgeback (RR) oder RR-Mix, wie viele glauben. Der Thai Ridgeback Dog ist eine eigene FCI anerkannte Rasse, die kaum etwas mit dem RR zu tun hat. Es sind nur die einzigen beiden anerkannten Rassen, die den Haarkamm aufweisen. Im Gegensatz zum RR gibt es den Thai in verschiedenen Farben.

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Was sind die Unterschiede/Gemeinsamkeiten zum/mit dem Rhodesian Ridgeback?

Für mich persönlich haben die beiden Rassen nicht viel gemeinsam und ich kenne den RR auch zu wenig um Aussagen über seinen Charakter zu machen und einen Vergleich zum Thai anzustellen. Da ich aber immer wieder darauf angesprochen werden, möchte ich hier zumindest die wichtigsten optischen Unterschiede zusammenfassen.

Rhodesian Ridgeback

 

Thai Ridgeback Dog

FCI Gruppe VI (Laufhunde, Schweißhunde & verwandte Rassen); Sektion 3 (verwandte Rassen)

FCI-Klassifikation

FCI Gruppe V (Spitze und Hunde vom Urtyp); Sektion 8 (Jagdhunde vom Urtyp mit einem Ridge auf dem Rücken)

Rüden: 63-69 cm
Hündinnen: 61-66 cm

Größe

Rüden: 56-61 cm
Hündinnen: 51-56 cm

Hängeohren

Ohren

Stehohren

Hell weizenfarben bis rot

Farbe

Rot, schwarz, blau und falb

Oft interessieren sich Kenner des RR dann auch für den Thai, man sollte aber keinesfalls davon ausgehen, dass die beiden Rassen, außer dem Ridge noch irgendeine Gemeinsamkeit haben, da man sonst möglicher Weise enttäuscht wird. Ein einziges Merkmal im Erscheinungsbild, sagt nichts über gemeinsame Charaktereigenschaften oder Haltungsbedingungen aus! Eine ausführlichere Gegenüberstellung finden Sie >hier

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Was hat sie da auf dem Rücken?

Das ist der Ridge, das typische und namensgebende Merkmal der Rasse. Es ist ein Haarkamm, der von Haaren gebildet wird, die entgegen der Wuchsrichtung des übrigen Haarkleides wachsen. Er kommt in unterschiedlichen Längen und Formen vor, sollte aber symmetrisch sein und nicht über die Breite des Rückens reichen.

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Wie bekommt man so einen Ridge auf einen Hund?

Die Haare sind weder gebürstet, noch geföhnt, noch irgendwie anders gestylt oder bearbeitet. Sie wachsen von Natur aus gegen den Strich. Die Welpen haben dieses Merkmal schon von Geburt an.
Der Ridge ist durch eine Mutation zu Stande gekommen und wurde durch Verpaarung von Merkmalsträgern als Rassemerkmal gefestigt. Gelegentlich kommen auch ridgelose Welpen zur Welt. Diese entsprechen allerdings nicht dem Standard und dürfen nicht ausgestellt und/oder zur Zucht verwendet werden.

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Glauben andere Hunde dann nicht, dass sie die Nackenhaar aufstellt, weil sie böse ist?

Nein. Bis jetzt dachten nur Menschen, dass Sunee ihre Haare aufstellt. Sie verfügt über genügend optische und akustische Ausdrucksformen um sich jederzeit klar mitzuteilen. Stellt sie tatsächlich die Haare auf, ist der Unterschied augenscheinlich: Die Haare des Ridges können genauso wie bei jedem anderen Hund aufgestellt werden.

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Ist die nicht zu klein?

Nein. Auf Fotos sieht der Thai Ridgeback oft wesentlich größer aus, als er tatsächlich ist. Der Standard schreibt bei Rüden eine Grüße von 56-61 cm vor, die Hündinnen sind mit 51-56 cm deutlich kleiner. Man darf nicht an die imposante Größe eines RR denken, wenn man die Größe eines Thais beurteilt.

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Was ist das für ein Hund?

Der Thai ist ein typischer Urhund, d.h. die Rasse ist zwar sehr alt, jedoch noch nicht so durchgezüchtet, wie viele moderne Rassen. Urhunde haben einen typischen Charakter, sind selbstständig, vorsichtig im Umgang mit neuen Situationen, wachsam und nicht immer so leicht zu erziehen. Auch optisch haben Urhunde viele Gemeinsamkeiten: Stehohren, einen sportlichen, muskulösen Körperbau und eine hoch getragene Rute oder Ringelrute, die meisten haben ein kurzes Fell oder sind sogar nackt. Bei manchen, wie auch beim Thai, werden die Hündinnen i.a. nur einmal im Jahr läufig. Diese Hunde sind die Vorfahren heutiger Rassen. Andere Urtyp Hunde sind z.B. der Basenji, der Mexikanische und der Peruanische Nackthund, der Taiwan Dog, der Canaan Hund oder auch der Dingo. Auch die windhundähnlichen Rassen, wie Podenco Ibicenco, Pharao Hound oder Cirneco del Etna gehören in diese Gruppe.

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Wofür ist der Thai verwendet worden?

Der Thai gehört zu den Urtyp Hunden zur jagdlichen Verwendung. Sie begleiteten die Jäger im Dschungel, scheuchten Wild auf und stellten es. Zu ihren Aufgaben gehörte aber auch das Bewachen von Haus und Familie, sowie von Fuhrwerken auf Reisen.

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Wie viel kostet ein Thai?

Die allgemeinen Preise in Europa liegen bei 1200-2000€ und variieren je nach Land und Qualität. Mitunter sind auch Hündinnen teurer als Rüden. Ich habe auch schon von Züchtern gehört, die weit über 2000€ verlangen. Einen reinen Liebhaber Hund, z.B. einen Langhaarigen, einen Ridgelosen oder einen DS operierten, bekommt man meist etwas billiger. Der Import aus Übersee kann sehr teuer werden, da noch zahlreiche Zusatzkosten, wie Flug, Bluttests usw. dazukommen. Hier muss man auf jeden Fall mit 2500€ aufwärts rechnen.

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Ist der Thai für Anfänger geeignet?

Schwer zu sagen. Ich denke, auch ein Anfänger kann sich ausgiebig informieren und sich bewusst für diese Rasse entscheiden. Während die Erfahrungen mit anderen Hunden vielleicht rein gar nichts für die Haltung eines Thai Ridgebacks bringen. Auf der anderen Seite halte ich die Rasse doch für ziemlich schwierig im Vergleich zu anderen Rassen. Ich denke sowohl Anfänger, als auch jahrelange Hundebesitzer sollten sich eingehend über die gewählte Rasse informieren und sorgfältig prüfen, ob der jeweilige Hund tatsächlich in sein Leben passt.

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Wie viel Auslauf benötigt ein Thai?

So viel wie möglich. Er ist ein sehr sportlicher Hund, der laufen und beschäftigt werden will. Nur Spaziergänge an der Leine reichen nicht, ein Thai sollte unbedingt auch frei laufen können. Hat man den Jagdtrieb nicht unter Kontrolle (so wie ich ;-) sollte man nach einem eingezäunten Gelände suchen, wo er gefahrlos laufen kann. Auch Radfahren oder Joggen wären gute Möglichkeiten einen Thai zu bewegen, wobei diese Beschäftigungen das Spazieren gehen nicht ersetzen sollten, denn nur da kann der Hund schnuppern, andere Hunde treffen usw.

Auch für Hundesport wie Agility, Breitensport oder Dog Dance ist die Rasse hervorragend geeignet.

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Wie lange kann man einen Thai alleine lassen?

Einen Thai kann man - wie jeden anderen Hund auch - ruhig einige Zeit alleine Zuhause lassen. Wichtig ist, dass er von klein auf langsam daran gewöhnt wird! 4 Stunden hält ein Hund auf jeden Fall aus und auch wenn er mal 6 Stunden alleine ist und dafür nachher intensiven Kontakt zu seinem Menschen haben darf, geht das noch. Viel länger sollte es aber dann nicht mehr werden. Es empfiehlt sich dann einen Hundesitter zu suchen, der dem Hund einige Stunden Gesellschaft leistet.

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Ist der Thai ein guter Wachhund?

Ja. Der Thai ist sehr wachsam und bemerkt jede Veränderung sofort, wobei er niemals unnötig bellt oder gar ein Kläffer ist. Auch ungewöhnlich Vorkommnisse werden eher mit einem leisen „Wuffen“ als mit lautem Bellen gemeldet. Der Thai ist auch willens und in der Lage seine Menschen zu verteidigen. Meiner Meinung nach sollte dieser natürlich Schutztrieb aber nicht zusätzlich gefördert werden. Im Ernstfall wird er immer ein guter Beschützer sein, auch wenn man ihm verbietet i.a. fremde Menschen anzubellen.

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Ist die Rasse gesund?

Im Großen und Ganzen: Ja. HD kommt, wie bei den meisten größeren Rassen, auch beim Thai vor. In vielen Ländern – allerdings nicht in Thailand, ist ein Röntgen für die Zuchtzulassung vorgeschrieben. Auch Untersuchungen auf ED werden gelegentlich gemacht. Das Problem hält sich jedoch in Grenzen. Hautprobleme und Schilddrüsenunterfunktion treten gelegentlich auf.
Ein wirkliches gesundheitliches Problem in der Rasse ist der >Dermoid Sinus (DS). Leider werden Hunde mit dieser Erkrankung nicht immer von der Zucht ausgeschlossen. In Thailand wird nach wie vor mit DS-Hunden gezüchtet und in Ländern in denen es keinen eigenen Club gibt, gibt es keine diesbezüglichen Zuchtbestimmungen. Näheres dazu unter >Gesundheit. Abgesehen davon ist die Rasse recht robust und nicht überzüchtet. Die Lebenserwartung liegt bei etwas 10-14 Jahren.

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Was bedeutet DS?

DS ist die Abkürzung für Dermoid Sinus: eine angeborene Hautanomalie, die leider sehr häufig beim Thai auftritt. Ein DS sollte operativ entfernt werden, danach kann der Hund ein ganz normales Leben führen, darf aber nicht in die Zucht gelangen! Mehr darüber finden Sie >hier.

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Hat der Thai einen Jagdtrieb?

Ja sehr! Und es erfordert sehr viel Training diesen Jagdtrieb unter Kontrolle zu bringen. Im Gegensatz zu meinen Akitas (denen ebenfalls ein starker Jagdtrieb nachgesagt wird) lassen sich die Thais nicht mit Wurst oder sonst etwas ablenken, wenn sie Witterung aufgenommen hat. Im Zweifelsfall würde ich einen Thai lieber nicht in Wald und Flur ohne Leine laufen lassen, besonders dann nicht, wenn die Gefahr besteht, dass Jäger unterwegs sind.

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Kann man einen Thai halten, wenn man andere Haustiere hat?

Ja. Man muss ihn nur von Klein auf an die anderen Haustiere gewöhnen. Mit Katzen oder anderen größeren Tieren wird es so kaum zu Problemen kommen. Obwohl auch diese Tiere den Jagdtrieb auslösen können, wenn sie draußen davon laufen. Damit ein Hund auch gut mit Kleintieren auskommt, muss man ihm beibringen, dass sie zur Familie gehören und unantastbar sind. Sunee lebt derzeit mit einem Hamster, einer Echse, Fischen und Fröschen zusammen, interessiert sich für diese Tiere allerdings gar nicht, da sie nicht direkt mit ihnen in Kontakt kommt. Die Katze meiner Eltern hat sie zum Fressen gerne, was meiner Meinung nach auf unzureichendes Bekanntmachen im Welpenalter zurückzuführen ist.

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Ist der Thai ein kinderfreundlicher Hund?

Nein! Vor allem gibt es DEN kinderfreundlichen Hund nicht! Es kommt immer auf die Sozialisierung und Erziehung des Hundes, sowie auf das Verhalten der Kinder an. Da der Thai ein sehr sensibler und vorsichtiger Hund ist, ist er natürlich nicht der beste Freund von Horden schreiender und herumlaufender Kinder. Er neigt zu defensiver Aggression, insbesondere dann, wenn er in die Enge getrieben wird. Bei richtiger Aufzucht und Erziehung kann ein Thai sicherlich auch gut mit den Kindern der eigenen Familie zurecht kommen, sofern auch diese gelernt haben, mit dem Hund richtig umzugehen. Im Großen und Ganzen sehe ich die Kombination Kind & Thai jedoch sehr kritisch. Niemals darf man von einem Hund erwarten, dass er Kleinkinder als ranghöher ansieht. Und vor allem darf man Kinder und Hunde niemals unbeaufsichtigt alleine lassen! Ein 20-35kg schwerer Hund kann auch nicht von einem ebenso schweren Kind spazieren geführt werden.

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Ist der Thai für eine Wohnung geeignet?

Ja. Er hat eine angenehme Größe, ist sehr sauber und kläfft nicht. Allerdings ist es dann umso wichtiger ihm genug Beschäftigung und Bewegung zu verschaffen.

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Kommt ein Thai gut mit anderen Hunden zurecht?

Das kommt oft sehr auf den anderen Hund an. Sunee kommt sehr gut mit Hunden zurecht, die sie von Klein auf kennt. Ebenso hat sie kein Problem mit kleinen fremden Hunden. Große, stürmische Hunde verunsichern sie und sie reagiert oft mit defensiver Aggression. Auf offensichtliche Unterwerfungsgesten werden Sie beim Thai i.A. lange warten können. Macht ein fremder Hund seine friedlichen Absichten klar, indem er den Thai zu einem Laufspiel auffordert, spielt er meist gerne mit. Im Großen und Ganzen würde ich sagen, der Thai ist ein sehr sozialer Hund – dazu gehören aber auch sehr viele soziale Interaktionen und das schließt Aggression nicht aus! Es kommt auch hier sehr auf die Erziehung und die Erfahrungen die der Thai mit anderen Hunden gemacht hat an. Es gibt sehr viele Thais, die sich mit anderen Hunden nicht verstehen.

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Ist ein Thai für die Mehrhundehaltung geeignet?

Diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden. Zum einen leben sehr viele Thais in Mehrhunde-Haushalten, da viele Halter erst über ihren ersten Hund auf so eine exotische Rasse gekommen sind. Und in vielen Fällen geht das auch gut.
Andererseits ist die Mehrhundehaltung im allgemeinen nicht immer nur eitel Wonne! Und bei einem so ursprünglichen Hund wie dem Thai kann es um so komplizierter werden. Es kommt vor allem auch darauf an, wie belastbar man als Mehrhundehalter ist: Wenn Ihnen häuslicher Frieden sehr wichtig ist, würde ich auf jeden Fall von der Haltung gleichgeschlechtlicher Hunde abraten! Es kann aber auch bei gemischten Pärchen zu Problemen kommen. Ist der andere Hund kleiner, besteht auch die Gefahr, dass er beim Thai den Jagdtrieb auslöst, was im schlimmsten Fall zum Tod des kleinen Hundes führen kann (da diese Form der Aggression nicht den sozialen Spielregeln unter Hunden unterworfen ist). Ist das Kräfteverhältnis ausgewogen und kann man als Halter auch mit gelegentlichen Reiberein und Löchern im Fell leben, kann man sich schon in der Mehrhundehaltung versuchen. Zwei Hunde sind aber in jedem Fall mindestens viermal soviel Aufwand wie ein Hund!

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Stimmt es, dass sich ein Thai nicht an seinen Halter bindet?

Nein. Ein Thai hat zwar einen völlig anderen Charakter als ein Arbeitshund, der nur drauf wartet Kommandos seiner Besitzer zu erhalten, aber das heißt nicht, dass er sich nicht an seine Menschen bindet, wie es in vielen Rasselexika zu lesen ist. Eine Thailänderin sagte mir sogar einmal, dass die Rasse in Thailand als typischer Ein-Mann-Hund gilt. Was ich nur bestätigen kann, denn meine Thais sind äußerst fixiert auf mich, lieben es zu kuscheln und mit mir zu arbeiten und sind nicht sehr glücklich, wenn ich sie vorübergehend bei anderen Leuten lassen muss. Vorraussetzung dafür ist natürlich ein optimales Vertrauensverhältnis zwischen Thai & Halter!

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Kann man einen Thai überhaupt erziehen?

Natürlich! Man muss nur die richtige Methode für sich und seinen Hund finden. Viele Thais könnte man durchaus als stur bezeichnen, aber d.h. nur, dass sie entweder nicht richtig motiviert sind oder nicht wissen was sie tun sollen. Manche haben auch – besonders als Junghunde – große Probleme sich zu konzentrieren, da sie ja sehr wachsame Hunde sind, die stets jede Veränderung ihrer Umgebung im Auge behalten wollen. Deshalb müssen Ablenkungen sehr langsam gesteigert werden. Das Training sollte ausschließlich auf Basis positiver Bestätigung erfolgen und absolute Konsequenz ist das um und auf! Wobei Konsequenz nicht mit Härte zu verwechseln ist, diese machte den Hund bockig oder sogar aggressiv!

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